Liebe Eltern, Großeltern und Erzieher,
Kinder sind das Größte. Sie beim Lernen, Wachsen und Entdecken zu beobachten und zu begleiten ist wunderbar. Klar, verstehen die meisten Eltern ihre Kinder, aber wollen sie nicht auch wissen, was in seinem Köpfchen vorgeht, wenn es vor sich hin brabbelt oder weint und sie nicht genau wissen, warum?
Als ich das erste Mal von der Zwergensprache hörte, war Amira gerade 4 Monate alt. Wir besuchten eine Kitamesse und nahmen dort an einem Workshop teil. Diese Art mit den Kleinen zu kommunizieren hat mich so begeistert, dass ich beschloss, auch an einem Kurs teilzunehmen, wenn Amira alt genug ist. Das kannte ich bei meiner großen Tochter Lea noch nicht. Da gab es viele Situationen, in denen sie unglücklich war, weil wir sie nicht verstanden haben.
Als Amira 9 Monate alt war, ging es endlich los. Der Kurs hat uns viel Spaß gemacht und schnell lernten wir mit Spielen und Liedern einfache Zeichen, die uns den Alltag erleichtern.
Wie stolz waren wir, als nach vier Wochen das erste Zeichen ( Milch) kam und dann weitere folgten. Amiras Augen strahlen jedes Mal, wenn sie sich mit ihren Zeichen ausdrücken konnte und wir richtig reagierten. Endlich kein Rätselraten und Frust mehr, weil man nicht verstanden wird! Sie wirkt zufriedener als Lea in diesem Alter.
Nun ist sie schon 15 Monate alt und plappert wie ein Wasserfall. Allerdings ist das meiste „baba“ , „dada“ und kleine Worte. Doch mit den Zeichen können wir sie meistens verstehen, ohne dass sie weinen muss. Es ist erstaunlich, womit sich die Kleinen so beschäftigen und was sie entdecken, was wir vielleicht gar nicht bemerkt hätten.
Neugierig geworden?
Wollen auch sie ihrem Kind helfen, seine Wünsche, Gefühle, Bedürfnisse und Erlebnisse auszudrücken, bevor es richtig sprechen kann?
Ich würde mich freuen, sie bald kennen zu lernen.
Ihre Simone Horn
| |